Anatol Brusilovsky

Works from the Russian Underground

Zürich
April, 2006 - Mai, 2008

Brusilovskys künstlerische Form ist die Collage, die mit Elementen der Grafik verbunden sind. Meisterhaft verbindet er ästhetische, philosophische, poetische und kritisch politische Ausdrucksformen miteinander,
die fern von Ideologien liegen. Aus der freien Assoziation manifestiert sich eine neue Bedeutung. Seine Arbeiten sind von einer feinen aber unverkennbaren Ironie geprägt, die sich sowohl inhaltlich wie auch formal ausdrücken. Getragen von einer Sinnlichkeit und einer Leichtigkeit vermitteln uns die aussergewöhnlichen Arbeiten die ungemeine Schöpferkraft von Brusilovsky.

Seit den frühen 1950er Jahren begann sich der Künstler mit der Collage auseinanderzusetzen, einerseits aus Interesse an der Arbeitsweise und deren Möglichkeiten, andererseits weil seine Arbeiten weniger auffielen als Gemälde und damit kaum zensuriert wurden vom sowjetischen Regime. Dennoch zog sich Brusilovsky in den Untergrund zurück, zusammen mit einer Gruppe von Künstlerinnen und Künstlern. Ab Mitte der 50er Jahre, nach dem Tod Stalins 1953, begann ein bescheidener Austausch mit dem Westen möglich zu werden. Zum einen gelangten durch Touristen Informationen zur Kunst im Westen in die
Sowjetunion, zum anderen wurden Arbeiten aus dem russischen Untergrund in den Westen gebracht. Bereits 1970 zeigte die Galerie Gmurzynska in Köln Arbeiten einer Gruppe nonkonfirmistischer Künstlern, die grosses Aufsehen erregte.




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