Galerie Gmurzynska präsentiert ein ein-drucksvolles Spektrum aus dem Oeuvre des Weg-bereiters der kinetischen Kunst, das einen bisher ausserhalb der Museen nicht gezeigten Einblick in Calders Schaffen der 30er und 40er Jahre gibt. Ausgehend von filigranen Drahtskulpturen entwickelte Calder Mobiles und Stabiles, die von Marcel Duchamp und Jean Arp typisiert wurden. ‚Hanging Mobiles', wie ‚Starfish' von 1936 oder ‚Standing Mobiles' wie ‚More Extreme Cantilever' von 1949 zeigen ein subtiles, fein ausgeklügeltes Spiel der Balance. Bereits geringe Luftbewegungen, ausgelöst etwa durch den Betrachter, bringen das Mobile aus Draht und Metall in Bewegung. Damit löste Calder die Skulptur aus ihrer Fixierung und aus der ihr einmal gegebenen Form. Den Gegenpol auf dem Weg zur Abstraktion bilden die ‚Stabiles', wie etwa ‚Black Skeleton' von 1945.
Die Ausstellung unterstreicht – im wahrsten Sinne des Wortes – Calders Bedeutung als ‚Modernist' zu
Beginn des 20. Jahrhunderts. Parallel zu Calders Skulpturen und Gouachen werden Photographien des Schweizers Herbert Matter ausgestellt, der Calder zeitlebens photographisch begleitet 1950er Jahren mit Musik von John Cage.